Fördergemeinschaft Gutes Hören folgen

​Neue Zahlen zum Hörvermögen der Deutschen: Wie gut hören wir wirklich?

Pressemitteilung   •   Dez 03, 2015 13:12 CET

FGH, 2015 – Die große Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) ist in diesem Jahr mit einem neuen Rekordergebnis zu Ende gegangen: Die inzwischen vier FGH Hörmobile absolvierten von März bis November 386 Einsätze in 321 deutschen Städten. Dabei ließen 25.862 Interessierte aller Altersgruppen in den schallgeminderten Kabinen der Hörmobile ihr Gehör testen. Auf diese Weise wurden Audiogramme (Hörtestergebnisse) der Teilnehmer erstellt und nach verschiedenen Kriterien anonym ausgewertet.

So hört Deutschland: 86 Prozent der Über-60-Jährigen haben Hörprobleme

Die ausgewerteten Hörtests liefern aktuelle und aussagekräftige Informationen über das Hörvermögen der Deutschen. Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild: Schon unter den Jugendlichen bis 20 Jahre weisen 11 Prozent der Testteilnehmer leichte bis erhebliche Hörminderungen auf. Bei den 21 bis 40-Jährigen steigt der Anteil der Menschen mit Hörschwäche auf 27 Prozent, bei den 41 bis 60-Jährigen liegt er bereits bei 58 Prozent. In der Altersgruppe über 60 Jahre sind nur noch 14 Prozent normal hörend. Hier weisen 33 Prozent eine leichte, 36 Prozent eine mittlere und 17 Prozent sogar eine hochgradige Hörminderung auf. Auffallend bei der Ü60-Gruppe ist auch der enorme Hör-Unterschied zwischen Frauen und Männern. Bei den Frauen liegt der Anteil der Guthörenden immerhin noch bei 17 Prozent, unter den Männern weisen nur 11 Prozent unauffällige Testergebnisse auf.

Jung und Alt sind gleichermaßen betroffen

Die Hörtestergebnisse lassen zwei interessante Schlussfolgerungen zu: Einerseits wird deutlich, dass Hörprobleme entgegen der weit verbreiteten Annahme kein reines Altersphänomen sind. Vielfach entstehen sie durch Verschleißerscheinungen im Innenohr – bei der heutigen starken Lärmbelastung in Schule, Freizeit und Beruf sind es daher zunehmend auch jüngere Menschen, die unter Hördefiziten leiden. Andererseits zeigen die Testergebnisse eindrucksvoll, wie hoch der Anteil hörgeminderter Menschen vor allem in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen ist. Nicht einmal ein Fünftel kann sich noch auf ein intaktes Gehör verlassen! Gerade angesichts der demografischen Entwicklung – immer mehr Menschen werden immer älter – ist der Handlungsbedarf hier groß: Aufklärung über Vorsorgemaßnahmen und die Möglichkeiten einer professionellen Hörgeräteversorgung sind notwendig, um Hörvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Vorsorge und Aufklärung – Hörtour wichtig wie nie

„Mit unseren Hörmobil-Aktionen konnten wir auch in diesem Jahr wieder außerordentlich viele Menschen erreichen und für gutes Hören begeistern“, freut sich FGH Geschäftsstellenleiter Christian Hastedt über den Erfolg der Hörtour 2015 und betont die Notwendigkeit des kostenlosen Hörtest-Angebots der FGH: „Die Institution Hörtour als Vorsorge- und Aufklärungsmaßnahme für gutes Hören ist einfach unentbehrlich, das zeigen uns die 25.682 Hörtestergebnisse ganz deutlich.“

Die Hörtour – eine Aktion der Fördergemeinschaft Gutes Hören

Im Rahmen der Hörtour sind die vier FGH Hörmobile jedes Jahr in zahlreichen deutschen Städten zu Gast. Gemeinsam mit den Hörexperten der örtlichen FGH Partnerbetriebe informieren die mobilen Hörbotschafter rund ums Thema gutes Hören und bieten kostenlose Hörtests an. Die bundesweit rund 1.500 Partnerbetriebe decken das gesamte Spektrum der modernen Hörakustik ab: vom kostenlosen Hörtest über die individuelle Anpassung von Hörgeräten bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung. FGH Partner sind zu erkennen am gemeinsamen Symbol, dem Ohrbogen mit dem Punkt, und im Internet zu finden unter: www.fgh-info.de

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: "FGH"

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne Hörakustik - die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit und vermittelt Hörexperten

Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3 Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre Höreinschränkungen kompensieren.

Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums Hören und um die Hörakustik geht.

Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.

Das große Hörportal www.fgh-info.de bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen, so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem Ohr-Symbol zu erkennen.

Fördergemeinschaft Gutes Hören im Internet:
www.fgh-info.de

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