Fördergemeinschaft Gutes Hören folgen

Neue Langzeitstudie belegt: Hörgeräte erhalten geistige Fitness im Alter

Pressemitteilung   •   Nov 30, 2015 11:53 CET

FGH, 2015. Schwerhörigen wurde nun ein weiteres Argument geliefert, endlich über die Anschaffung eines Hörgeräts nachzudenken: Wer seinen Hörverlust mit Hörsystemen ausgleicht, bleibt im Alter länger geistig fit. Dies hat die aktuell veröffentlichte Studie „Self-Reported Hearing Loss, Hearing Aids, and Cognitive Decline in Elderly Adults: A 25-year Study“ aus Frankreich belegt. Besonders bemerkenswert: Bereits mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass unbehandelte Hörprobleme den Abbau geistiger Fitness massiv begünstigen und sogar das Demenzrisiko erhöhen. Vor diesem Hintergrund kann eine professionelle Hörgeräteversorgung maßgeblich dazu beitragen, geistig gesund zu bleiben und die Lebensqualität lange zu erhalten.

Hörgeräte fördern soziales Miteinander und entlasten das Gehirn

Immer wieder berichten hörgeschädigte Menschen, die mit Hörgeräten versorgt wurden, dass sie sich „endlich wieder unter Leute“ trauen und ihre sozialen Kontakte wieder pflegen. Genau dies kann ein Grund sein, warum Hörgeräte geistig fit halten. Wer sich wegen seiner Hörprobleme zurückzieht, erfährt immer weniger Eindrücke, Gespräche und Anregungen, was wiederum zum Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit führt.

Andererseits führt Schwerhörigkeit dazu, dass das Gehirn mehr Kapazitäten zur Verarbeitung von Tönen beansprucht, die dann anderen Hirnprozessen fehlen. Durch das Tragen von Hörsystemen kann auch dieses Missverhältnis behoben werden. Das Gehirn wird entlastet, sodass das Denken und Kommunizieren wieder leichter fällt.

Wissenschaftlich belegt: Hörgeräteträger geistig fitter

Die Langzeitstudie „Self-Reported Hearing Loss, Hearing Aids, and Cognitive Decline in Elderly Adults: A 25-year Study“, die Teil der übergeordneten „PAQUID-Studie“ ist, untersucht über einen Zeitraum von 25 Jahren die Entwicklung der kognitiver Fähigkeiten von 3.670 Studienteilnehmern über 65 Jahre.

Die renommierte Altersforscherin Prof. Hélène Amieva von der Universität Bordeaux zeichnet für die Studie verantwortlich. Forschungsinhalt ist die Gegenüberstellung zweier Teilnehmergruppen: Ältere Schwerhörige, die Hörgeräte tragen, und solche, die dies nicht tun. Die Ergebnisse sind eindeutig: Menschen mit unversorgtem Hörverlust bauen geistig wesentlich schneller ab als Hörgeräteträger. Wer seine Hörschwäche mit Hörgeräten ausgleicht, schneidet deutlich besser ab und unterscheidet sich in seinen Denkleistungen nicht von Normalhörenden.

Die Hörexperten der Fördergemeinschaft Gutes Hören

„Die Studie unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit der Arbeit der Fördergemeinschaft Gutes Hören, nämlich der gezielten Aufklärung zum Thema Hören und Hörgeräte“, so FGH Geschäftsführer Burkhard Stropahl. „Die Menschen müssen wissen, wieviel Gutes sie sich durch die rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten tun.“ Die Fördergemeinschaft Gutes Hören setzt deshalb seit jeher auf systematische Hörprävention und Aufklärungsarbeit. Als Hörexperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH Partnerakustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen Hörtest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter Hörgeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter www.fgh-info.de

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: "FGH"

Quellen:

Amieva et al: Self-Reported Hearing Loss, Hearing Aids, and Cognitive Decline in Elderly Adults: A 25-year Study (Journal of the Americ. Geriatr. Soc. 2015 Oct; 63(10):2099-104)

Lin et al: Hearing Loss and Cognitive Decline in Older Adults (JAMA Intern Med. 2013 Feb 25;173(4):293-9)

Lin et al: Hearing Loss and Incident Dementia (Arch Neurol. 2011 Feb 68(2):214-20)

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne Hörakustik - die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit und vermittelt Hörexperten

Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3 Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre Höreinschränkungen kompensieren.

Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums Hören und um die Hörakustik geht.

Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.

Das große Hörportal www.fgh-info.de bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen, so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem Ohr-Symbol zu erkennen.

Fördergemeinschaft Gutes Hören im Internet:
www.fgh-info.de

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Kommentare (2)

    Danke für diesen Beitrag. Ich finde es sehr interessant, dass Schwergehörige mit einem Hörgerät nun länger geistig fit bleiben können. Mein Vater trägt bereits seit einigen Jahren ein Hörgeräter. Ich werde mit ihm zusammen mal zu einem <a href='http://www.hoerakustikdietz.de/Chemnitz' > Hörgeräteakustiker</a> fahren und mal nachfragen, ob sie auch schon so eine Erfahrung mit ihren Kunden gemacht haben.

    - Anna - 14.02.2017 10:54 CET

    Sehr spannend! Sich nicht verstehen können ist so schon schwierig genug, aber wenn man sich akustisch schon nicht versteht, kann es ja nur noch zu Missverständnissen kommen.Hörgeräte haben viele Vorteile, auch wenn manche Menschen sich überwinden müssen ihnen eine Chance zu geben.

    - Amalia B - 06.04.2017 08:59 CEST

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